Beschleunigter Stillstand – Gesetze einer Pandemie

Zugang: https://youtu.be/ugOavzIPZRE

Die Covid-19-Pandemie stellt die Gesellschaft und die staatlichen Institutionen vor zahlreiche Herausforderungen. Sie führt zu massiven Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens, das sich in der Vergangenheit stetig beschleunigt hat. Gleichzeitig müssen die staatlichen Institutionen ihre Funktionsfähigkeit aufrechterhalten und ihre Entscheidungsprozesse anpassen, um auf das variable Infektionsgeschehen schnell reagieren zu können. Nichtsdestotrotz müssen die staatlichen Entscheidungen legal und legitim sein sowie von der Gesellschaft akzeptiert werden, um die beabsichtigte „Resonanz“ zu erzielen.

Die in diesen Spannungsfeldern entstehenden Fragstellungen werden am 9. November ab 19:00 Uhr in der Veranstaltung „Beschleunigter Stillstand – Gesetze einer Pandemie“ aus soziologischer und juristischer Perspektive beleuchtet. Auf Grundlage zweier Impulsvorträge werden Prof. Hartmut Rosa und Prof. Angela Schwerdtfeger miteinander ins interdisziplinäre Gespräch kommen. Moderiert von Dipl.-Jur. Laura Wanner sind auch die digitalen Zuschauer eingeladen, sich mit Fragen an die beiden Gäste zu wenden.

Die Veranstaltung bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe „Recht interdisziplinär“, die die GRZ mit dem Alumniverein der Studienstiftung des deutschen Volkes fortan halbjährlich ausrichtet. In ihr kommen Rechtswissenschaftler:innen mit Personen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen und mit Akteuren der Gesellschaft über gesellschaftliche Fragen ins Gespräch.


Mitwirkende

Prof. Dr. Angela Schwerdtfeger ist seit März 2020 Professorin für Öffentliches Recht, insb. Verwaltungsrecht, an der Georg-August-Universität Göttingen. Ihre Forschungsinteressen liegen im Verwaltungs-, Verfassungs-, Europa- und Völkerrecht. In ihrer Habilitationsschrift „Krisengesetzgebung“, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wurde, hat sie sich mit der Rolle des Gesetzgebers in Zeiten gesellschaftlicher Ausnahmezustände befasst.

Prof. Dr. Hartmut Rosa ist Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Soziologie der Moderne, Zeitdiagnosen, Kommunitarismus, Mobilisierungschancen bürgerschaftlichen Engagements sowie die Wissenschaftstheorie der Sozialwissenschaften. Unter anderem hat er mit seiner Gesellschaftskritik den soziologischen Begriff der „Resonanz“ begründet. Zuletzt ist sein Buch „Unverfügbarkeit“ erschienen.

Dipl.-Jur. Laura Wanner ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für internationales Wirtschafts- und Umweltrecht (Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll) an der Georg-August-Universität Göttingen. Ihre Forschungsinteressen liegen im Völkerrecht, insb. See- und Umwelt, sowie im Verfassungsrecht. In ihrer Promotion wird sie von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert.

Veranstalter

Die Veranstaltung wird von der Göttinger Rechtszeitschrift (GRZ) sowie dem Alumniverein der Studienstiftung ausgerichtet.